Unsere

Welpenaufzucht

Großpudelzucht „La Stella d’Argento“

Unsere Motivation

Wir möchten unseren Welpen den bestmöglichen Start ins Leben ermöglichen. Dazu gehören für uns nicht nur eine liebevolle Betreuung der Hündin während der Trächtigkeit – insbesondere in der sensiblen Endphase – sondern auch eine sorgfältige Vorbereitung auf eine möglichst stressfreie Geburt sowie eine durchdachte und fundierte Welpenaufzucht.

Als Hundetrainerin habe ich 17 Jahre lang Welpengruppen geleitet. Daher weiß ich, von welch entscheidender Bedeutung die ersten Lebenswochen für die spätere Entwicklung eines Hundes sind. In dieser Zeit werden wichtige Grundlagen für Verhalten, Belastbarkeit, Gesundheit und Anpassungsfähigkeit gelegt.

Unsere Welpen wachsen mit vollem Familienanschluss in Haus und Garten auf. Sie erleben altersgerechte, positive Stresserfahrungen und lernen verschiedenste Umweltreize kennen – selbstverständlich ohne Reizüberflutung. Unterschiedliche Gerüche, Geräusche, Untergründe und Situationen fördern die gesunde Entwicklung von Gehirn und Nervensystem.

Die Geburt

Die Wurfkiste steht bereits zwei bis drei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin im Wohnzimmer, sodass die Hündin sie jederzeit aufsuchen und sich daran gewöhnen kann. Mit vielen Decken und Kissen gestalten wir sie gemütlich und ermöglichen der werdenden Mutter ihr natürliches Bedürfnis zu buddeln und zum Nestbauen. In der Geburtsphase wird die Hündin von den anderen Hunden separiert, um eine entspannte und sichere Umgebung zu gewährleisten.

In der ersten Zeit nach der Geburt schlafe ich direkt neben der Wurfkiste, um jederzeit für Mutter und Nachwuchs da zu sein. Die Welpen werden regelmäßig gewogen, sanft hochgenommen, gekuschelt und am ganzen Körper berührt – eine frühe Form der neurologischen Stimulation. Nach 10 bis 14 Tagen ist ein ganz besonderer Moment erreicht, in dem die Welpen anfangen, langsam ihre Augen zu öffnen.

Erste Entdeckungen

Sobald die Welpen nun mobiler werden, öffnen wir die Wurfkiste und erweitern ihren Lebensraum um einen gesicherten Auslauf direkt davor. Bereits in der Wurfbox bieten wir erste Kuscheltiere an, an die sich die Welpen anschmiegen, auf denen sie schlafen und ihre ersten Kletterversuche machen können. Im angeschlossenen Auslauf erwarten sie verschiedene Untergründe zur sensorischen Erfahrung. Direkt beim Verlassen der Wurfkiste steht eine Welpentoilette aus Kunstgras bereit, um von Anfang an die Stubenreinheit zu fördern. Nach und nach ergänzen wir den Bereich um weitere Reize wie einen raschelnden Tunnel, ein Wackelbrett und Wippe.

Sobald die Mutterhündin es erlaubt, dürfen auch unsere anderen Hunde Kontakt zu den Welpen aufnehmen. Ab etwa der dritten bis vierten Woche, wenn die Hündin beginnt, Futter hervorzuwürgen, starten wir mit dem Zufüttern. Dabei konditionieren wir bereits ein Rückrufwort sowie die Pfeife. Je nach Wetterlage erkunden die Welpen nun den Welpengarten (der nach und nach vergrößert wird) oder das Spielzimmer. Außerdem empfangen wir nun regelmäßig Besuch von den zukünftigen Besitzern und weiteren Erwachsenen und Kindern verschiedener Altersgruppen.

Auch das Autofahren wird nun schrittweise trainiert. Dank unserer großartigen Tierarztpraxis dürfen die Welpen ihre Wurmkuren außerhalb der regulären Sprechzeiten direkt dort erhalten. Dabei wird gekuschelt, gefüttert und der Behandlungsraum neugierig erforscht. So lernen die Welpen den Tierarzt von Anfang an positiv kennen.

Die Welt wird größer

Mit etwa 5 Wochen ziehen sie tagsüber in unser als Welpenraum umfunktioniertes Scherzimmer neben der Waschküche. Hier können sie bei schlechtem Wetter spielen und sie lernen die Hundeklappe nach draußen kennen. Gegen Abend holen wir sie wieder in unseren Wohnbereich, sie erobern die Couch und hören nebenbei alle normalen Haushaltsgeräusche.

Jetzt trainieren wir auch regelmäßig die Pflegemaßnahmen mit denen ein Pudel vertraut gemacht werden sollte: Krallen schneiden, Schermaschine, Blower, Bürste und Kamm. Außerdem gewöhnen wir die Kleinen neben dem Halsband auch an ein Brustgeschirr.

Schnell werden die Erkundungstouren größer. Wir lassen die Welpen jetzt frei auf dem Grundstück laufen, so kann jeder Welpe nach seinem Entwicklungsstand den eigenen Radius vergrößern. Es darf gerannt, geklettert, balanciert und gebuddelt werden, um Bänder und Sehnen zu trainieren und eine gute Muskulatur aufzubauen. Haben wir die Kleinen nicht im Auge, bleibt die Tür vom eingezäunten Welpenbereich geschlossen und es dürfen dort immer wieder altersgerechte, neue Spielgeräte erobert werden.

Inzwischen bewegen sich die Kleinen selbstverständlich durch die Hundeklappe hinein und hinaus. Der Platz im Wohnzimmer reicht für den Bewegungsdrang nicht mehr aus und die Bande bleibt auch nachts im Welpenzimmer. Zusätzlich lernen sie welpenverträgliche Hunde anderer Rassen kennen und wir unternehmen erste kleine Ausflüge außerhalb des Grundstücks.

Beim Klettern über Äste, Laufen durch hohes Gras und Erkunden der nahen Umgebung des Grundstücks festigen wir den bereits aufgebauten Rückruf. Ebenso wichtig ist uns, dass die Welpen lernen, überall zur Ruhe zu kommen. Auch im Trubel dürfen und sollen sie schlafen können – eine Fähigkeit, die wir bei all unseren Hunden sehr schätzen. Darüber hinaus erfahren die Welpen, dass Menschen nicht jederzeit verfügbar sind und machen erste altersgerechte Erfahrungen im Umgang mit Frustration.

Der Abschied naht

Jetzt ist auch die Zeit gekommen, die Welpen entsprechend ihres Charakters und ihrer Veranlagung nach endgültig ihren zukünftigen Familien zuzuteilen. Mit ca. 8 Wochen findet die Wurfabnahme durch den Zuchtwart statt, vorher fahren die Welpen nochmal in die Tierarztpraxis, werden gründlich durchgecheckt, gechippt und geimpft.

Und dann ist das Grundstück um einige Buddellöcher reicher, hier und da fehlt eine Ecke von der Tapete und die Kuscheltiere haben keine Füllung mehr. Besuchshunde sind langsam überfordert mit der wilden Meute und unsere Schuhe finden sich an den verrücktesten Stellen wieder. Es naht der Abschied – allein bei dem Gedanken daran purzeln bei uns trotz der vielen Arbeit schon die ersten Tränen.

Jeder Welpe bekommt seine Reisetasche mit Futter, einer Decke mit dem bekannten Geruch, Spielzeug, Pfeife, Halsband, Geschirr und Leine gepackt. Durch den engen Kontakt und die Besuche während der Aufzucht sind uns die zukünftigen Besitzer schon vertraut und wir wissen, wie sehnsüchtig das neue Familienmitglied erwartet wird.

Das ideale Abgabealter der Welpen richtet sich nach dem individuellen Entwicklungsstand sowie den Gegebenheiten im neuen Zuhause, und wird mit den Welpeninteressenten individuell abgesprochen, natürlich verlässt kein Welpe vor dem Mindestalter von 8 Wochen das Haus

Und dann heißt es nach und nach Abschied nehmen…

Du interessierst dich für einen Pudelwelpen aus unserer Zucht?

Wir wünschen uns für unsere Welpen ein liebevolles Zuhause, in dem er einen Platz als vollwertiges Familienmitglied findet. Die zukünftigen Besitzer sollten sich der Bedürfnisse eines Hundes bewusst sein und sich mit Themen wie Erziehung, Beschäftigung, Fütterung, Zeitaufwand, Pflege und den finanziellen Aspekten der Hundehaltung auseinandergesetzt haben.

Wir geben unseren Welpen ein möglichst stabiles und durchdachtes Fundament mit auf den Weg. Die Aufgabe der neuen Besitzer ist es, diese Arbeit fortzuführen. Selbstverständlich stehen wir dabei auch nach der Abgabe mit Rat und Tat zur Seite und freuen uns über einen offenen, lockeren Kontakt sowie über Einblicke in die weitere Entwicklung unserer Welpen.

Wir freuen uns über eine frühzeitige Kontaktaufnahme per Email.